Hamburg (ots) - Hamburg St. Pauli, 19.10.2017, 20.31 Uhr,
Feuer(FEU), Bei den St. Pauli Landungsbrücken - Brücke 10

   Passanten hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg über den
Notruf 112 zu den Landungsbrücken gerufen, weil sie Feuerschein und
Rauchentwicklung aus einem sogenannten Beachclub bemerkt hatten. Als
die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand der aus Schilf,
Bambus und Holz konstruierte Gastronomiebetrieb, der in
eingeschossiger Bauweise auf ein Parkdeck errichtet worden war,
bereits im Vollbrand. Weil Wind die Flammen bereits meterhoch
angefacht hatte und Funkenflug benachbarte Gebäude bedrohte, wurde
durch den Einsatzleiter sofort ein massiver Löschangriff durch fünf
Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz mit insgesamt vier
C-Rohren und einem Wenderohr über eine Drehleiter, als Riegelstellung
zum Schutz der benachbarten Gebäude, eingeleitet. Viele Passanten
verfolgten den Einsatz der Feuerwehr vor Ort. Personen wurden jedoch
nicht verletzt. Ein mitalarmiertes Löschboot sicherte die
Löschwasserversorgung elbseitig. Nachdem der massive Löschangriff von
mehreren Seiten schnell Wirkung zeigte und ein Übergreifen der
Flammen auf andere Gebäude verhindert werden konnte, meldete der
Einsatzleiter nach etwa einer Stunde "Feuer aus". Unterhalb der
Einsatzstelle geparkte PKW wurden durch das Feuer nicht in
Mitleidenschaft gezogen. Bei den Nachlöscharbeiten konnten in einem
von zwei See-Containern zur Lagerung von Gastronomiebedarf zwei
Gasflachen sichergestellt werden, die vom Feuer jedoch nicht
betroffen waren. Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten und Kontrolle
der Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera auf Glut-und Wärmenester,
erfolgte anschließend die Übergabe der Einsatzstelle an den Betreiber
und die Polizei zur Ermittlung der Brandursache. Die Feuerwehr
Hamburg war insgesamt mit rund vierzig Einsatzkräften von
Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr - zwei Löschzügen, einem
Führungsdienst(B-Dienst), einem Umweltdienst(U-Dienst), einem
Wechselladefahrzeug mit Abrollbehälter Atemschutz, dem diensthabenden
Pressesprecher und einem Feuerlöschboot- vor Ort im Einsatz.