FW-HH: Feuer, Menschenleben in Gefahr - Feuerwehr Hamburg bekämpft

Großbrand in Flüchtlingsunterkunft

   Hamburg (ots) - Hamburg-Bergedorf, Feuer mit Menschenleben in
Gefahr, zwei Löschzüge (FEU2Y), 23.12.2016, 16:57 Uhr, Curslacker
Neuer Deich

   Um 16:57 Uhr wurde der Feuerwehr Hamburg über den Notruf 112 ein
Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Bergedorf gemeldet.
Auf Grund der Vielzahl der Anrufe wurde durch die Rettungsleitstelle
die Alarmstufe "Feuer 2 mit Menschenleben in Gefahr" ausgelöst. Es
brannte aus bislang unbekannter Ursache in einer zweigeschossigen und
zweireihigen Containerunterkunft auf einer Grundfläche von 12 x 25
Metern. Den ersten eintreffenden Einsatzkräfte kamen etwa 30 Bewohner
der Unterkunft entgegen, die Flammen schlugen da bereits aus den
Fenstern und breiteten sich schnell innerhalb der insgesamt 28
Wohncontainer aus. Der Einsatzleiter bildete drei Einsatzabschnitte,
zwei für die Brandbekämpfung über die Zugänge der Unterkunft, einen
weiteren für die Betreuung von über 50 Bewohnern der gesamten
Unterkunft in HVV-Bussen und dem Großraumrettungswagen der Feuerwehr
Hamburg. Während der ersten Einsatzmaßnahmen meldete sich ein
Bewohner der Unterkunft und meldete zwei seiner Nachbarn als in der
Brandstelle vermisst. Die Einsatzkräfte, die unter Atemschutz im
Inneren des Gebäudes vorgingen, durchsuchten alle Räume.
Glücklicherweise wurde keine der vermissten Personen in der
Brandstelle aufgefunden. Der Brand wurde mit insgesamt 4 C-Rohren im
Innenangriff und einem Wenderohr über eine Drehleiter bekämpft. Die
Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden und mussten mit
Atemschutz unter Zuhilfenahme von Wärmebildkameras durchgeführt
werden. Eine Person wurde mit dem Verdacht auf Rauchgasinhalation
durch den Rettungsdienst der Feuerwehr Hamburg versorgt und in ein
nahegelegenes Notfall-Krankenhaus befördert. Da der vom Brand
betroffene Teil der Wohnunterkunft unbewohnbar wurde, mussten 37
Bewohner durch den Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) in
einer anderen Unterkunft untergebracht werden. Die Polizei hat die
Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

   Eingesetzte Kräfte: 2 Löschzüge der Berufsfeuerwehr, 3 Freiwillige
Feuerwehren (davon 1 Versorgungskomponente), 3 Führungsdienste
(A-Dienst, B-Dienst, Bereichsführer FF), 1 Umweltdienst, 1
Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Atemschutz, 1
Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Mulde, 3 Rettungswagen, 1
Notarzteinsatzfahrzeug, 1 Pressesprecher insgesamt 76 Einsatzkräfte