FW-HH: Feuer in Seniorenwohnung führt zu Großeinsatz der Feuerwehr
Hamburg

   Hamburg (ots) - Hamburg St. Georg, 06.02.2018, 11.08 Uhr, Feuer
der 4. Alarmstufe (FEU4), Koppel

   Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg wurden am Vormittag über
den Notruf 112 zu einem Wohnungsbrand in einer Senioren-Wohnanlage
gerufen. Anwohner hatten starke Rauchentwicklung aus einem Fenster im
zweiten Obergeschoss eines dreigeschossigen Altbaus mit ausgebautem
Dachgeschoss bemerkt. Daraufhin wurden zunächst ein Löschzug und ein
Führungsdienst (B-Dienst) zur Einsatzstelle alarmiert.

   Der Einsatzleiter bestätigte vor Ort die Feuermeldung und
erkundete, dass ein Zugang von außen zum Gebäude nur durch eine
Tordurchfahrt in einen Innenhof des in geschlossener Bauweise
errichteten Gebäudes erreicht werden kann. Bei der sofort
eingeleiteten Brandbekämpfung durch zwei Trupps unter
umluftunabhängigem Atemschutz mit je einem C-Rohr im Innen- und
Außenangriff konnte die Bewohnerin aus der stark möblierten
Brandwohnung gerettet und das Feuer zunächst schnell gelöscht werden.
Sie wurde nach rettungsdienstlicher Versorgung durch Notfallsanitäter
der Feuerwehr Hamburg vorsorglich zum Ausschluss einer
Rauchgasinhalation in ein nahegelegenes Krankenhaus befördert, konnte
im weiteren Verlauf des Einsatzes jedoch nach kurzer Behandlung
bereits wieder entlassen werden. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten
in der Seniorenwohnanlage mit angrenzendem Pflegeheim und der hohen
Brandlast in der betroffenen Wohnung mussten umfangreiche Belüftungs-
und Nachlöscharbeiten auch im über der Brandwohnung liegenden
Dachgeschoss sowie angrenzenden Wohnungen durchgeführt werden.
Hierbei stellten die Einsatzkräfte fest, dass sich in den alten
Holzbalkendecken Glut- und Wärmenester gebildet hatten, die dann mit
drei Trupps umfassend aufgenommen wurden.

   Noch während dieser Maßnahmen und der Nachlöscharbeiten konnte
sich das Feuer erneut hinter  Decken- und Wandverkleidungen in den
Dachbereich ausbreiten. Als dies kurze Zeit später von einem
Löschtrupp bemerkt wurde und Flamme im Dachbereich erkennbar waren,
erhöhte der Einsatzleiter sofort die Alarmstufe auf Feuer2 und im
weiteren Verlauf auf Feuer3 um zusätzliche Einsatzkräfte,
Hubrettungsfahrzeuge und Löschgeräte nachzuführen. Denn bereits kurze
Zeit später hatte sich das Feuer in rasender Geschwindigkeit auf
einer Länge von etwa 20 Metern im Dachbereich ausgebreitet, sodass
ein massiver Löschangriff über mehrere Teleskopmastfahrzeuge und
Treppenräume von diversen Löschtrupps in mehreren Einsatzabschnitten
durchgeführt werden musste. Um die Löschwasserversorgung
sicherzustellen und Wasserschäden in den betroffenen Gebäuden zu
minimieren wurde die Alarmstufe im weiteren Verlauf nochmals auf
Feuer 4 erhöht. Mit insgesamt neun Rohren gelang es dann das Feuer
innerhalb eines baulichen Brandabschnittes zu löschen, sodass gegen
17.30 Uhr vom Einsatzleiter" Feuer aus" gemeldet werden konnte.

   Zwischenzeitlich führte die Einsatzleitung in den
Nachmittagsstunden für die personalintensiven Nachlöscharbeiten und
Gebäudesicherungsmaßnahmen eine Ablösung der Einsatzkräfte an der
Einsatzstelle durch, weil immense Mengen Brandschutt und Deckenteile
entfernt und die zerstörte Dachhaut provisorisch abgedichtet und
werden mussten. Hierbei kam auch die
Spezialeinsatzgruppe-Höhenrettung der Feuerwehr Hamburg zum Einsatz.
Nach Abschluss der Maßnahmen und Kontrolle der Brandstelle mit
mehreren Wärmebildkameras auf Glut- und Wärmenester wurde die
Einsatzstelle dem Betreiber sowie der Polizei für weitere
Ermittlungsarbeiten übergeben. Eine Überprüfung der Einsatzstelle in
den späten Abendstunden durch ein Löschfahrzeug ergab keine weiteren
Brandnester. Die betroffenen Bewohner der durch das Feuer und
Löschwasser beschädigten Wohneinheiten konnten alle kurzfristig im
benachbarten Pflegeheim untergebracht werden, nachdem ein Mitarbeiter
der Bauprüfabteilung zuvor die betroffenen Bereiche für unbewohnbar
erklärt hatte.

   Insgesamt waren an diesem Einsatz weit über 140 Einsatzkräfte von
Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr mit vier Löschzügen, vier
Führungsdiensten, diversen Sonderfahrzeugen, Geräte- und
Rettungswagen und Spezialeinsatzgruppen vor Ort im Einsatz.