FW-HH: Feuerwehr Hamburg rettet zwölf Personen unverletzt bei
Wohnungsbrand

   Hamburg (ots) - Hamburg Eimsbüttel, 17.04.2018, 22.40 Uhr, Feuer 
mit Menschenleben in Gefahr - 2. Alarmstufe (FEU2Y), Langenfelder 
Damm

   In den späten Abendstunden wurde die Rettungsleitstelle der 
Feuerwehr Hamburg via Notruf 112 von einer Nachbarin über ein Feuer 
im Dachbereich eines gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses 
informiert. Flammen und Rauch aus einem Fenster im vierten 
Obergeschoss seinen deutlich erkennbar und der akustische Alarm von 
Rauchwarnmeldern sei zu hören, teilten in sehr kurzer Abfolge weitere
Anrufer mit, sodass der Führungs- und Lagedienst der 
Rettungsleitstelle noch auf der Anfahrt der erstalarmierten 
Einsatzkräfte die Alarmstufe auf " Feuer - 2. Alarmstufe" erhöhte.

   Der Zugführer des ersteintreffenden Löschzuges bestätigte kurze 
Zeit später die Feuermeldung in dem fünfgeschossigen Wohngebäude in 
geschlossener Bauweise und bekam von Bewohnern mitgeteilt, dass noch 
mehrere Personen von Feuer oder Brandrauch eingeschlossen seien und 
zwei Bewohner vermisst werden. Daraufhin forderte er mit dem 
Alarmstichwort " Feuer2 - Menschenleben in Gefahr" weitere 
Rettungsmittel und Einsatzkräfte nach.

   Durch die sofort eingeleitete Menschenrettung von drei Trupps mit 
umluftunabhängigem Atemschutz und Brandfluchthauben konnte eine 
vermisste, gehbehinderte Person aus der unterhalb der Brandwohnung im
dritten Obergeschoss liegenden Wohnung und insgesamt elf weiter 
Bewohner unverletzt gerettet werden. Diese und zwölf weitere Personen
aus den unmittelbar angrenzenden Gebäuden wurden im weiteren Verlauf 
durch die anwesende Notärztin gesichtet und anschließend durch die 
Notfallsanitäter der Rettungswagen zeitweise im Großraumrettungswagen
der Feuerwehr Hamburg betreut.

   Das Feuer in der Zwei-Zimmer-Wohnung konnte durch den Einsatz von 
zwei C-Rohren im Innenangriff und einem B-Rohr im Aussenangriff, zum 
Schutz der umliegenden Wohnungen vor einem Flammenüberschlag, schnell
gelöscht werden. Tragischer Weise konnte die zweite vermisste Person,
die Bewohnerin der Brandwohnung, trotz der schnellen 
Rettungsmaßnahmen, aufgrund des bereits komplett ausgebrannten 
Brandraumes und der damit einhergehenden Hitzeentwicklung, nicht 
rechtzeitig gerettet werden. Sie war bereits bis zur Unkenntlichkeit 
verbrannt. Nach Abschluss der umfangreichen Nachlösch- und 
Belüftungsarbeiten und Kontrolle der Brandwohnung, der umliegenden 
Wohnungen und des Dachbereiches mit einer Wärmebildkamera auf 
mögliche Glut- und Wärmenester, wurde die Einsatzstelle der Polizei 
zur Brandursachenermittlung übergeben. Die übrigen Bewohner konnten 
nach Beendigung der Feuerwehr-Maßnahmen in ihre Wohnungen 
zurückkehren. Eine Angehörige des Brandopfers wurde nach der Ankunft 
vor Ort durch einen Notfallseelsorger der Feuerwehr Hamburg betreut.

   Insgesamt war die Feuerwehr Hamburg mit 60 Einsatzkräften, den 
Löschgruppen Stellingen und Rotherbaum der Berufsfeuerwehr, den 
Freiwilligen Feuerwehren Eimsbüttel, Lokstedt und Pöseldorf, einem 
Führungsdienst (B-Dienst), einem Bereichsführer FF, dem Umweltdienst,
einem Wechselladefahrzeug und Abrollbehälter Atemschutz, einem 
Teleskopmastfahrzeug 53, einem Großraumrettungswagen, einem 
Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, einem 
Notarzteinsatzfahrzeug, vier Rettungswagen und dem diensthabenden 
Pressesprecher vor Ort im Einsatz.

   Dieser Einsatz zeigt erneut, wie sinnvoll und (Lebens-) wichtig 
die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchwarnmelder in Wohnungen sind, um
entstandene Brände frühestmöglich zu erkennen. Damit die Feuerwehr 
schnell alarmiert werden kann um gefährdete Menschenleben zu retten 
und eine Brandausbreitung zu verhindern.