FW-HH: Feuerwehr Hamburg birgt Gelenkbus aus Bahnhofsgebäude


Hamburg (ots) - Hamburg Bergedorf, Technische Hilfe, 13.05.2020, 13:47 Uhr,
Weidenbaumsweg

Die Feuerwehr Hamburg wurde am Mittwochmittag zum Zentralen Omnibusbahnhof am
Bahnhof Bergedorf gerufen. Hier war aus bislang ungeklärter Ursache ein
Gelenkbus der VHH auf der oberen Abfahrtebene des ZOB in das Gebäude gefahren
und mit so großer Wucht durch die Glasfassade gestoßen, dass der Bus erst auf
der gegenüberliegenden Gebäudeseite aufgehalten worden war. Der vordere Teil des
Busses hing mit der linken Seite der Vorderachse auf einer Fahrtreppe, die
rechte Seite der Achse schwebte frei in der Luft. Tonnenschwere Glasscheiben
waren herausgerissen worden und lagen eine Ebene tiefer auf dem Boden. Die 59
Jahre alte Busfahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt, sie zog sich
leichte Prellungen und Schürfwunden zu und stand unter dem Eindruck des
Geschehens. Ein Passant wurde durch umherfliegende Glassplitter getroffen. Beide
wurden durch Notfallsanitäter der Feuerwehr Hamburg versorgt und in ein
Krankenhaus befördert. Der Bus war zum Zeitpunkt des Unfalls unbesetzt, da er
erst auf die Linie 8890 in Richtung Geesthacht eingesetzt werden sollte. Die
Rolltreppe war wegen Reparaturarbeiten gesperrt und so gab es auch hier keinen
Publikumsverkehr zum Zeitpunkt des Unfalls. Glück im Unglück. Der Gelenkbus
wurde durch Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg mit Radkeilen und durch ein
Feuerwehrfahrzeug und einer am Bus befestigten Bandschlinge gegen Nachsacken und
Abstürzen gesichert. Mit dem Feuerwehrkran und einem Rüstwagen wurden zwei
Seilwinden vorbereitet, um den Bus aus der Zwangslage innerhalb des Gebäudes
heraus zu ziehen. Ein LKW-Bergungsunternehmen hatte hierzu an der Frontseite des
Busses zwei Hebeseile befestigt, die an einem teleskopierbaren Hubarm
angeschlagen wurden. Die Höhenretter der Feuerwehr Hamburg hatten zuvor eine
große Glasfassadenscheibe entfernt, damit ein freier Zugang zu dem Bus möglich
war. In engem Zusammenspiel zwischen der Feuerwehr und dem Bergungsunternehmen
wurde der Gelenkbus aus dem Gebäude herausgezogen: Die Seilwinden zogen den Bus,
der Hubarm des Bergungsfahrzeug führte den Bus dabei präzise durch die
"Einfahrtöffnung". Nur durch das exakte Hand-in-Hand-Arbeiten zwischen den
Einsatzkräften der Feuerwehr Hamburg und dem den Kräften des
Bergungsunternehmens war es gelungen, den Bus, ohne weitere Schäden am Gebäude
zu setzen, zu bergen. Nach gut fünf Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr
Hamburg, die mit 35 Einsatzkräften vor Ort war, beendet.

OTS: Feuerwehr-Hamburg.