FW-HH: Kfz-Werkstatt brennt in voller Ausdehnung - Feuerwehr Hamburg
bewahrt angrenzendes Mehrfamilienhaus vor den Flammen

  Hamburg (ots) - Hamburg Wilhelmsburg, 01.08.2019, 19:46 Uhr, Feuer
3. Alarmstufe (FEU3), Pollhornbogen

  Der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg wurde gestern Abend 
über den Notruf 112 innerhalb kürzester Zeit von mehreren Anrufern 
mitgeteilt, dass im Stadtteil Wilhelmsburg eine Kfz-Werkstatt brenne 
und die starke Rauchentwicklung mittlerweile im Stadtgebiet weithin 
sichtbar sei. Dies konnte der Führungs- und Lagedienst der Feuerwehr 
mit einem Blick aus seinem Bürofenster in der Wendenstrasse 
bestätigen und veranlasste sofort die Alarmierung der zweiten 
Alarmstufe Feuer2, um zusätzliche Einsatzfahrzeuge und 
Löschmannschaften für ein Großfeuer bereitzustellen. Als die ersten 
Kräfte die Einsatzstelle erreichten, brannte eine Kfz-Werkstatt mit 
den Maßen 25 x 16 Metern bereits in voller Ausdehnung. Durch den 
sofort eingeleiteten massiven Löschangriff mit mehreren C-Rohren im 
Aussenangriff als Riegelstellung und zur Brandbekämpfung konnten ein 
unmittelbar angrenzendes Wohngebäude und ein Reifenlager geschützt 
werden. Die Bewohner des Gebäudes hatten sich bereits vor Ankunft der
Feuerwehr eigenständig in Sicherheit gebracht und das Gebäude 
verlassen, sodass niemand verletzt wurde. Aufgrund der hohen 
Brandintensität und des damit verbunden kräftezehrenden Einsatz über 
längere Zeit, entschied der Einsatzleiter dann die Alarmstufe 
nochmals auf Feuer3 zu erhöhen, um weitere Löschrohre vornehmen und 
eingesetzte Kräfte ablösen zu können. Im weiteren Verlauf wurden 
insgesamt 10 Rohre in zwei Brandabschnitten, eines hiervon über eine 
Drehleiter eingesetzt. Um die Löschwasserversorgung für den 
intensiven Löscheinsatz zu gewährleisten wurde eine zeitweise 
Druckerhöhung im Trinkwasserleitungsnetz durch Hamburg Wasser 
veranlasst. Trotz des massiven Löschangriffes konnten die 
Einsatzkräfte einen vollständiges Ausbrennen und den Einsturz der 
Halle nicht verhindern. Weil in der Autowerkstatt gelagerte 
Betriebsstoffe, Technische Gase, Farben, Lösungsmittel und 
Kunststoffteile mit verbrannten und auch die Löschmaßnahmen 
erschwerten, führte ein SIGIS Spür- und Messfahrzeug während des 
Einsatzes permanent Kotrollmessungen des Brandrauches durch. Aufgrund
der günstigen Wetterlage konnte der Rauch ungehindert aufsteigen, 
sodass keine Akutgefährdung für die umliegende Bevölkerung bestand. 
Vertreter der Umweltbehörde untersuchten vor Ort die Brandstelle und 
veranlassten die Entsorgung des kontaminierten Löschwassers durch 
eine Fachfirma. Nach Abschluss der zeitintensiven Nachlöscharbeiten 
wurde die Einsatzstelle der Polizei zur Brandursachenermittlung 
übergeben. Die Besatzung eines Löschfahrzeuges kontrollierte in der 
Nacht und am heutigen Vormittag erneut mit einer Wärmebildkamera die 
Einsatzstelle auf Brandnester.

  Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und 
Freiwilliger Feuerwehr mit drei Löschzügen, vier Freiwilligen 
Feuerwehren, Führungsdiensten, sowie diversen Lösch- und 
Sonderfahrzeugen vor Ort im Einsatz.